Grundrezept Marmelade kochen

Marmelade selber kochen ist ganz einfach, denn es gibt ein Rezept, nachdem es immer funktioniert. Alles, was man zum Marmeladekochen braucht und wie es geht, verrate ich hier.

Ich werde immer wieder gefragt: „Du kochst deine Marmelade selber? Das ist ja toll!“ Ja, ist es! Es macht Spaß! Marmelade ist schnell und einfach selbst gekocht – ohne großen Zeitaufwand! Sie schmeckt herrlich und das Beste: Ich weiß genau, was drinne ist! Selbstgekochte Marmelade ist ein wunderbares Geschenk aus der Küche und ich kenne niemanden, der sich nicht über ein Glas selbstgemachte Marmelade freut.

Also ran an die Kochtöpfe und losgekocht, denn jetzt kommt das supereinfache Grundrezept zum Marmeladekochen. Womit ihr eure Marmeladen dann verfeinert – Kokos, Gin, Vanille, Schokolade usw. – bleibt ganz dem eigenen Geschmack überlassen.

Das Grundrezept zum Marmeladekochen – so gelingt das Einkochen garantiert

Für eine leckere Marmelade, braucht es nicht viele Zutaten:

  • Früchte
  • Gelierzucker
  • Zitrone
  • einen Kochtopf
  • sterile Gläser zum Abfüllen

Die Früchte waschen, entkernen usw. und im Kochtopf kochen bis sie gar sind. Zitronensaft dazugeben. Anschließend den Gelierzucker unterrühren und nach Packungsanweisung mitkochen. Dann eine Gelierprobe machen und prüfen, ob die Marmelade die richtige Konsistenz hat. Wenn die Konsistenz stimmt, heiß in Gläser abfüllen und zum Auskühlen auf den Kopf stellen. Fertig!

Welche Früchte können zu Marmelade verarbeitet werden?

Alle. Ich kenne keine essbare Frucht oder Beere aus der man nicht Marmelade kochen kann.

Marmelade selberkochen Rezept mit Gelierzucker für Brombeermarmelade
Quelle: Pixabay

Welchen Gelierzucker zum Marmeladekochen?

Gelierzucker gibt es in drei Varianten: 1:1, 2:1, 3:1. Diese Angabe beschreibt das Verhältnis von Frucht zu Zucker.

  • Bei 1:1wird die Marmelade aus ebensovielen Früchte wie Zucker zubereitet, also 500 g Frucht und 500 g Gelierzucker
  • Bei 2:1 wird die Marmelade mit zwei Teilen Frucht und einem Teil Zucker zubereitet, also 1000 g Frucht und 500 g Gelierzucker
  • Bei 3:1 wird die Marmelade aus drei Teilen Frucht und einem Teil Zucker zubereitet, also 1500 g Frucht und 500 g Gelierzucker.

Welcher Gelierzucker nun in welche Marmelade kommt, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Süße Früchte brauchen z. B. weniger Zucker. Mit „weniger“ ist hierbei NICHT gemeint, dass insgesamt weniger Zucker zugegeben werden soll. Es kommt auf das richtige Gelierzuckerverhältnis an. Bei süßen Früchten benutzt man einen 3:1 Gelierzucker, weil in der fertigen Marmelade auf drei Teile Frucht nur ein Teil Zucker kommt und sie dadurch nicht noch süßer wird.

Andersherum ist es bei besonders sauren Früchten. Hier sollte mehr Zucker zugegeben und damit ein 1:1 Gelierzucker gewählt werden.

Natürlich ist auch der persönliche Geschmack entscheidend. Wer Marmelade nicht so süß mag, nimmt weniger Zucker. Wer sie gerne richtig süß mag, mehr Zucker.

Wichtig ist das richtige Mischverhältnis. Wenn nicht genug Gelierzucker zugegeben wird, wird die Marmelade nicht fest. Dies kann auch beim Weglassen von Zitrone passieren. Deshalb sollte vor dem Abfüllen immer eine Gelierprobe gemacht werden.

Zitronenscheiben enthalten viel Pektin das zum Einkochen von Marmelade, Konfitüre und Gelee gebraucht wird
Quelle: Pixabay

Warum gehört Zitrone in manche Marmeladen?

Manche Früchte beseitzen mehr Pektin als andere. Pektine sind pflanzliche Ballaststoffe, die für eine gute Gerinnung der Marmelade sorgen. Je mehr Pektin die Früchte selbst mitbringen, desto besser wird die Marmelade fest. Kurz bevor Früchte richtig reif sind, enthalten sie am meisten Pektin.

Aber: Nicht alle Früchte enthalten gleich viel Pektin. Manche – wie Bananen, Kirschen oder Erdbeeren – haben auch kurz vor der Reife nur einen geringen Pektingehalt. Andere Früchte wiederum – wie Zitronen, Äpfel und Quitten – haben einen hohen Pektingehalt. Wer also Früchte mit einem geringen Pektingehalt einkochen möchte, sollte etwas Zitrone mit hohem Pektingehalt zu den gekochten Früchten geben, damit sie zusammen mit dem Gelierzucker besser gelieren.

Wer möchte, kann statt Zitronensaft auch Apfelpektin, Limettensaft oder Zitronensäure hinzugeben, um den Früchten die nötigen Pektine zum Gelieren zu geben.

Früchte mit hohem Pektingehalt

Früchte mit mittlerem Pektingehalt

  • Aprikosen
  • Birnen
  • Brombeeren
  • Himbeeren
  • Johannisbeeren (rot)
  • Marille
  • Mirabellen
  • Pfirsiche
  • Pflaumen
  • Sanddorn
  • Schlehe

Früchte mit niedrigem Pektingehalt

  • Ananas
  • Bananen
  • Erdbeeren
  • Feigen
  • Holunderbeeren
  • Kirschen
  • Mangos
  • Rhabarber
  • Trauben

Ich hoffe, ich konnte euch ein bisschen helfen und zeigen, dass Marmelade kochen gar nicht so schwer ist. Ich freue mich, wenn ihr mir verratet, womit ihr eure marmelade am liebsten pimp!

Eure Kerstin ❤

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